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Johannes-Kepler-Gymnasium


Sonderpreis beim Finale von »Jugend forscht« 

© S. Beyer (13.05.2001)

Die Créme de la créme der deutschen Nachwuchswissenschaftler war vom 10. - 13.5. in Chemnitz zum Finale des Bundeswettbewerbes »Jugend forscht« zu Gast. Der Wettbewerb wurde erstmals in Sachsen ausgerichtet, das selbst mit acht Projekten und 15 Teilnehmern im Rennen war. Ein weiteres Novum stellte die Tatsache dar, dass mit der u.a. in Chemnitz ansässigen Stadtentwicklungsfirma »IN-TEC GmbH« ein mittelständischer Betrieb als Patenunternehmen auftrat. Insgesamt 191 Teilnehmer stellten im neuen Hörsaalgebäude der TU Chemnitz 113 Projekte vor. Über dem Eingang zum Hörsaalgebäude an der Reichenhainer Straße prangte das rot-weiße Logo des Bundeswettbewerbs, drinnen waren Pflanzen, Reagenzglashalter, aber vor allem Computer und Monitore zu sehen. Ohne die Rechner funktioniert auch die Nachwuchswissenschaft längst nicht mehr.

In acht Kategorien wurden zahlreiche Geldpreise vergeben. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn vergab am Sonntag die Preise im Wert von insgesamt 300.000 DM. Mehr als das Geld zählte für die jungen Forscher das olympische Prinzip - und wohl auch die innovative Fachsimpel-Aura, die den Hörsaal am Wochenende durchwehte. Unter den 191 Teilnehmern waren auch Jan Rößler und Thomas Schaarschmidt vom JKG. Bereits am Sonnabend erhielten sie den Sonderpreis der Fördergemeinschaft für Naturwissenschaftliche Jugendarbeit e.V. Mit diesem Preis ist eine Reise zu einem internationalen naturwissenschaftlichen Workcamp in Marokko verbunden. Herzlichen Glückwunsch an beide!

Ziel ihrer Arbeit war es, die Struktur (Modifikation) des in Schachtelhalmpflanzen eingelagerten Siliziumdioxids zu bestimmen. Dazu mussten sie das Siliziumdioxid zunächst von sämtlichen organischen Bestandteilen befreien. Dies geschah auf zwei verschiedene Arten: Durch Hitzeeinwirkung kann das organische Material »verbrannt« werden, ohne dass dabei das Siliziumdioxid zerstört wird. Variante 2: durch Schwefelsäure und Kaliumpermanganat kann man das organische Material zersetzen, ohne das Siliziumdioxid anzugreifen. Allerdings ergaben sich je nach Präparationsmethode spezifische Probleme. So blieben bei der »Verbrennung« viele anorganische Verbindungen (vor allem Salze) als Spurenelemente zurück und bei der Zersetzung wird das organische Material oft nur unvollständig aufgelöst. Diese Probleme behinderten oft die Messungen und erschwerten somit die Arbeit nachhaltig. Die erhaltenen Siliziumdioxidproben untersuchten sie mit einem Ramanspektroskop und einem Röntgendiffrakometer auf die vorliegenden Modifikationen hin. Schließlich wurden die Makrostrukturen mit einem Rasterelektronenmikroskop sichtbar gemacht.
Prof. Dr. Marx, der Betreuer von Jan und Thomas, ist stolz auf »seine« Jungs: »Was die beiden erforschen, ist eine komplizierte Mischung aus Chemie, Physik und Biologie.« Natürlich hofft er, dass beide ihr Studium in Chemnitz beginnen. Geschnuppert haben sie schon - in Herrn Marx´ Chemielabor.
(Quellen: »Freie Presse« und »Chemnitzer Blick«)

Alle Gewinner eines 1. Preises auf einen Blick:
KategorieSiegerBundesland
ArbeitsweltStefan Kallenberger
Constanze Schmidt
Niedersachsen
BiologieUte Trauer
Seike Gericke
Berlin
ChemieAntea Rehfus
Frederik Kern
Marcel Wiltschut
Nordrhein-Westfalen
Geo- und RaumwissenschaftenSebastian AbelHessen
Mathematik/InformatikEnrico GlaabHessen
PhysikJohannes KuhnertSachsen
TechnikMartin Leibenger
Peter Janacik
Nordrhein-Westfalen
Interdisziplinäre ArbeitenKarl-Peter Fritz
Peter Reinhardt
Manuel Benda
Baden-Württemberg

Jeder erste Preis wurde mit 3000 DM, zweite Preise mit 2000 DM und dritte Preise mit 1000 DM dotiert. Weitere Informationen findet man unter www.jugend-forscht.de, u.a. alle Preisträger des Wettbewerbs.


Weitere Artikel zum Thema:
9.4.2001 Landeswettbewerb »Jugend forscht«
4.3.2001 Herausragende Ergebnisse beim Regionalwettbewerb »Jugend forscht«
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